Projektziel

Als der Tod ins Leben wuchs (AT) ist vermutlich der erste Film, der über die aussichtslose Situation der Russlanddeutschen im zweiten Weltkrieg erzählt. Es ist eine Geschichte über eine vergessene historische Tragödie. Selbst in Deutschland ist sehr wenig über das Schicksal der etwa 1,4 Millionen Russlanddeutschen bekannt, die neben anderen Volksgruppen unter Stalin grausam verfolgt wurden.

Zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland waren die Russlanddeutschen weder Nazis noch Kommunisten, wurden aber von Stalin allesamt als „Sowjetfeinde“ kategorisiert und systematisch verfolgt. Wer von ihnen die ersten Repressalien überlebt hat, wurde spätestens nach dem Deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Jahre 1941 von der Roten Armee ermordet oder deportiert und in Arbeitslager geschafft.

Diese schwere Zeit war auch nach Ende des Krieges nicht vorbei. Auch der Teil der Russlanddeutschen, der während des Krieges unter Deutsche Besatzung geraten war, wurde von den Westalliierten an Stalin ausgeliefert und in die Arbeitslager geschafft. Dort blieben die meisten bis Mitte der 50er Jahre und durften erst in den 60ern in ihre alten Heimatorte zurückkehren. Von den etwa 1 Million deportierten Russlanddeutschen haben über 300.000 nicht überlebt, die genaue Zahl der Opfer wird bis heute von der russischen Regierung unter Verschluss gehalten.

Somit ist Als der Tod ins Leben wuchs (AT) ein Film, der erzählt werden muss. Dabei wollen wir ein wenig Aufmerksamkeit auf diesen Teil der Geschichte lenken und nicht mit erhobenem Zeigefinger die oben genannten Missstände anprangern. Wir erzählen einen Anti-Kriegsfilm, einen Überlebensfilm, der Menschen zeigt, die nichts ahnend einer bestimmten Staatsmaschinerie und der Kriegspolitik ausgeliefert sind und in eine ungewisse Zukunft steuern. Dies trifft sowohl für die Seite der vermeintlichen Opfer, wie auch für die Seite der ausführenden, bzw. instrumentalisierten Täter zu. Die Gechichte erzählt das Aufeinandertreffen zweier Gruppen in einer Ausnahmesituation.
Beide Seiten werden durch traumatisierende Ereignisse zu schrecklichen Handlungen getrieben, die vorher keiner dem anderen oder sich selbst zugetraut hätte.

Weiterhin werden mit Als der Tod ins Leben wuchs (AT) Absolventen aus dem Bereich Schauspiel mit einem internationalen Projekt unterstützt. Sie wirken bei der Erstellung eines Films mit, der auf internationalen Festivals eingereicht wird und für den eine Auswertung im Kino angestrebt ist; Er soll anschliessend im TV, auf dem DVD Markt und online präsentiert werden. Dieses Projekt ist für die Absolventen eine wichtige Referenz, um von der Branche und einem breiten Publikum wahrgenommen zu werden.